11.02
IPTC ist ein Standard, mit dem Textinformationen in Bildern abgespeichert werden können.
Dies erleichtert sowohl eine Archivierung als auch eine kommerzielle Nutzung von Fotos.
Was bedeutet IPTC genau?
Das International Press Telecommunications Council (IPTC) veröffentlichte Ende der 70er Jahre einen international anerkannten Standard zur Textspeicherung in Bildformaten wie .jpg oder .tiff. Dazu stehen verschiedene IPTC-Felder zur Verfügung, in denen Titel des Bildes, Name des Autors, Keywords und vieles mehr eingegeben werden können. Sowohl die Erstellung als auch das Auslesen der Daten lassen sich heute bereits mit zahlreichen Bildprogrammen bewerkstelligen. Darunter sind sogar Programme, die kostenlos herunterladbar sind, beispielsweise der IPTC Viewer oder der IPTC Writer 2.0.
Worin liegen die Vorteile von IPTC?
IPTC ist systemunabhängig, das heißt der Standard kann auf verschiedenen Plattformen verwendet werden. Dies erklärt auch, dass IPTC heute weltweit verbreitet ist und sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich Anwendung findet. Selbst große Presseagenturen arbeiten mit IPTC oder selbst entwickelten, zu IPTC kompatiblen Formaten (etwa die DPA Deutsche Presseagentur).
Zudem ist IPTC sehr vielseitig nutzbar. Grundsätzlich ist nämlich IPTC auch für andere Arten von Medien nutzbar, z.B. für Texte, Videodateien, Grafiken und sogar Audiodateien. Durchgesetzt hat sich der Standard aber vor allem bei Bildformaten, insbesondere nachdem er vom professionellen Bildprogramm „Photoshop“ übernommen wurde.
Durch die standardisierten Eingabemöglichkeiten ist es möglich, das Programm umfassend im Bereich von Bilddatenbanken zu nutzen. So können an Hand von Parametern (z.B. „Autor“, „Beschreibung“ oder „Schlagwörter“) bequem umfangreiche Bilddatenbanken durchsucht werden. Die Nutzung sowie die gesamte Verwaltung und Pflege großer Bildarchive wird durch solche Metadaten erheblich vereinfacht.
Welche Parameter bietet IPTC?
Die Parameter sind in IPTC-Feldern mit einer bestimmten maximalen Menge an Zeichen festgelegt. So sind für „headline“, also den Titel des Bildes, maximal 256 Zeichen zulässig. Bei „caption“ ist die Beschreibung des Bildinhaltes einzufügen; hier sind 2000 Zeichen erlaubt. „Keywords“ (Schlagwörter) können in beliebiger Anzahl eingegeben werden, pro Begriff allerdings nur mit 64 Zeichen als Maximum.
Es gibt zahlreiche weitere Parameter, die beim IPTC-Standard verwendet werden können. Vor allem bei einer geplanten kommerziellen Nutzung von Bildern sind einige Eingabemöglichkeiten sehr sinnvoll. Mit „copyright“ können Bildrechte eingetragen werden. In das Feld „by-line“ kommt der Name des Fotografen. Über „contact“ lassen sich Kontaktmöglichkeiten wie Name oder E-Mail-Adresse eintragen, falls ein User Fragen zum Bild hat und einen Ansprechpartner sucht. Der Ersteller der IPTC-Informationen selbst kann sich im Feld „writer“ eintragen. Wer Bilder über eine Agentur vermarkten möchte, wird sich über das Feld „credit“ freuen. Hier kann der Lieferant des Bildes vermerkt werden. Dies muss nicht immer der Fotograf selbst sein.
Auch für private Anwender, die ihre Bilder nicht unbedingt kommerziell verwenden möchten, sind viele Eingabemöglichkeiten von Nutzen. Grundinformationen wie der Dateiname („object name“) oder Aufnahmedatum und –zeit („date created / „time created) sind immer eine sinnvolle Einfügung. Auch die Angabe des Aufnahmeortes sollte bei den Textinformationen nicht fehlen. Über „city“ und „sublocation“ lassen sich hierfür präzise Details eintragen.
Viele dieser Angaben sind wertvoll für die Nutzung von Bildarchiven. Sie erleichtern die Suche nach einem bestimmten Bild erheblich. Besonders sinnvoll kann in vielen Fällen das Textfeld „fixture identifier“ sein. Hier handelt es sich um die Kennzeichnung eines bestimmten Typs von Bildern. Wer beispielsweise eine Webcam hat und über viele Snapshots verfügt, kann alle diese Bilder rasch wieder finden, wenn sie als Typ „Webcam“ eingetragen wurden.
Ausblick
IPTC ist für jeden ambitionierten Fotografen empfehlenswert, der seine Bilder für sich selbst und für andere in einer allgemein anerkannten Form verfügbar machen möchte. Die weite Verbreitung des Standards vor allem im professionellen Bereich ermöglicht die Einfügung von Fotos in umfangreiche Datenbanksysteme. Bei sorgfältiger Einpflege der IPTC Informationen ist eine rasche Verfügbarkeit der Fotos gewährleistet.
Zurzeit ist IPTC mit der Normempfehlung Revision 5 versehen. Sie ermöglicht eine Reihe verbesserter und zusätzlicher Darstellungen im Textbereich.
In Zukunft wird möglicherweise das so genannte XMP-Format an Bedeutung gewinnen. XMP (Extensible Metadate Platform) ermöglicht es nämlich, Metadaten in Binärdaten einzubetten. Somit können auch IPTC Daten auf einheitliche Weise in Bilddateien integriert werden.
Infrarotstrahlung schließt sich im langwelligen Bereich an das sichtbare Spektrum des Lichts an. Das Auge kann Licht im Wellenlängenbereich zwischen 380 und 780 Nanometern wahrnehmen, die Infrarotstrahlung erstreckt sich in einem Wellenlängenbereich zwischen 780 und 1400 Nanometern. Die Infrarotfotografie ist nicht zu verwechseln mit der Thermofotografie, die mit Spezialkameras Wellenlängen ab 10.000 Nanometern ablichtet.
Die Aufnahmechips digitaler Kameras sind für Infrarotlicht empfindlich. Um Unschärfen und Störungen bei Abbildungen im sichtbaren Licht zu verhindern, werden die Kameras werksseitig mit einem Sperrfilter für Infrarotlicht ausgestattet, der normalerweise nicht entfernbar ist. Für gelegentliche Infrarotfotografie sollte das Restlicht dieses Bereichs unter Einsatz eines Stativs und entsprechenden Filters ausreichend sein. Ob die Kamera für Infrarotaufnahmen geeignet ist, lässt sich mit dem Fernbedienungstest einfach herausfinden. Dazu wird eine Fernbedienung auf das Objektiv der Kamera gerichtet und dauerhaft ein Knopf betätigt. Die Leuchtdiode der Fernbedienung sollte als blauer oder violetter Punkt auf dem Display oder einer Fotografie erkennbar sein. Ist dies der Fall, ist die Kamera für Infrarotaufnahmen geeignet. Allerdings erscheint das Sucherbild bei Verwendung eines Infrarotsperrfilters und eines Infrarotfilters schwarz. Für Infrarotaufnahmen ist ein manueller Weißabgleich mit aufgeschraubtem Infrarotfilter erforderlich.
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